Sternfreunde-Blog
10.05.2025: Alle Jahre wieder: 40. ATT (Nr. 39,5)

Udo und Ewald am Stand der Firma Berlebach.
Wenn es feste Termine im Kalender von Sternfreund:innen gibt, dann gehört ein bestimmtes Mai-Wochenende zweifellos dazu: der Astronomische Tausch- und Trödeltreff (ATT) in Essen. Astronomie-Foren und Fachzeitschriften kündigen die Veranstaltung dieses Jahr besonders groß an – schließlich feiert die Messe ihr 40. Jubiläum. Mein erster Gedanke: Die haben sich verzählt! Aber kann das wirklich sein?
Als Mitglied in der Regionalgruppe Nord der Fachgruppe Astronomische Vereinigungen der VdS sind die Sternfreunde Münster hervorragend vernetzt. Im Bild Fachgruppenredakteurin Astrid Gallus und Leiter Harald Steinmüller.Für meinen Besuch des "2. Astronomischen Tausch- und Trödeltreffs" -so der ursprüngliche Name- chauffierten meine Eltern mich und einen Freund im Jahre 1985 zum "Haus der Begegnung" am Weber-Platz in Essen. Gerade 18 Jahre alt traute mein Vater mir dann doch noch keinen Ausflug mit seinem Allerheiligsten zu und infizierte sich dann zu meinem Glück ebenfalls mit dem Astrovirus. Hier traf ich zum ersten Mal jene Händler und Sterngucker, von denen so einige in den späteren Jahrzehnten zum Standardpersonal avancierten. 
Unsere AG Dark Sky war mit Jochen und Martin auf dem ATT vertreten. Gemeinsam mit Arthur Battenberg (rechts) informierten sie am Stand der "Paten der Nacht", wie sich die Dunkelheit schützen lässt.In den Jahren zwischen 2005 und 2010 helfen mehrere Sternfreund:innen aus Münster und ich selbst gelegentlich am Messestand eines Händlers aus und finanzieren so das eine oder andere Zubehör. An diesem Wochende im Mai 2025 steht für mich der Astrobasar nicht so sehr im Vordergrund, sondern ich freue mich auf die Begegnungen mit alten Bekannten aus anderen Vereinen, Händlern und natürlich den vielen Sternfreund:innen aus unserem Münsteraner Verein. Unsere AG Dark Sky mit Martin Vogel und Jochen Borgert ist als "Paten der Nacht" sogar mit einem Stand vertreten. 
Wer Eberhard Bredner und seine Vorträge bei den Sternfreunden kennt, weiss ganz sicher, was "Streifende Sternbedeckungen" sind!
Detlef Zemlin aus Lochow, unser Gastgeber im Sternenpark Westhavelland.Bei Celestron begegne ich Eberhard Bredner auf der Suche nach neuer Optik für "Streifende Sternbedeckungen" und Peter Noch fachsimpelt mit Primoz Bole von Bresser. Wenige Meter weiter treffe ich Rolf Klemme am Stand von Tele-Optic, der das Teleskop für unsere Sternwarte zur Verfügung stellt und direkt nebenan Detlef Zemlin, der uns schon so manches Mal Unterkunft im Sternenpark Westhavelland gewährt hat. 
Rolf Klemme am Stand von Tele-Optic, Leihgeber unseres Newtons in der Sternwarte Münsterland.
Bis zum späten Nachmittag folgt eine Begegnung und Fachsimmpelei der anderen, aber mein Geldbeutel kommt trotzdem nicht ganz ungeschoren davon.
Aber warum 40. ATT? Dieser sollte ursprünglich nur alle zwei Jahre stattfinden, daher gab es 1984 keine Veranstaltung. Die Corona-Pandemie verhinderte 2020 jegliche Aktion, aber für 2021 konnte eine Online-Messe organisiert werden, die für mich aber gefühlt nur ein halber ATT war.
Das Seestar-Trio Miri, Ewald und Christiane am Stand von ZWO.
Tobias und Alfred, zwei Grevener Urgesteine aus den Gründerzeiten der Sternfreunde Münster, ließen sich nach langer Pause auch auf dem ATT blicken.
Michael auf Werbetour für Anzeigen in unserer Andromeda.
Peter mit Primoz Bole am Bresser-Stand- ob hier bald ein größeres H-Alpha Gerät ansteht?
Sternfreund Lothar Tryta genießt den Blick auf Protuberanzen durch ein 150 mm Lunt.
High-End gibt es wie immer auf dem größten Stand des ATT, und warum Detlef so zufrieden in die Kamera lächelt, wissen wir jetzt.
(Michael Dütting)
01.04.2025: Polarlichter über Münster

Foto: Jürgen Stockel
In der Nacht vom Samstag auf Sonntag klarte der Himmel so weit auf, dass sich über dem Domplatz gegen 23.45 Uhr ein einmaliges Spektakel festhalten ließ! Für das bloße Auge war nur ein ungewöhnlicher Lichtschimmer über dem Dom zu erahnen. Mit einer Kamera konnte der Sternfreund Jürgen Stockel bei 10 Sekunden Belichtungszeit ein deutliches grünes Polarlicht über dem Dom fotografieren. Schon bei der Sonnenfinsternis am Samstag mittag konnten die Beobachter viele Sonnenflecken sehen, die ein Beleg für ein aktuell heftiges Sonnenmaximum sind. Dabei entsteht ein sehr großes Polarlichtoval, das dafür sorgt, dass Polarlichter auch bis in unsere Breiten sichtbar werden.
(Jürgen Stockel)
29.03.2025: Astronomietag mit partieller Sonnenfinsternis
Bei strahlendem Sonnenschein lockte der diesjährige Astronomietag rund 300 Münsteraner auf die Aasee-Wiesen der Sentruper Höhe vor dem Naturkundemuseum. Anlass für das gewählte Datum war ein besonderes Himmelsschauspiel: eine partielle Sonnenfinsternis, die sich am Vormittag über Mitteleuropa beobachten ließ.
Jochen erläutert den Aufbau der Sonne. Rechts sein Lunt LS60 auf einer Zeiss-Ib Montierung.Die Sternfreunde und das LWL-Planetarium hatten gemeinsam zu der Veranstaltung eingeladen und boten den Besuchern die Möglichkeit, das seltene Ereignis gefahrlos zu beobachten. Mit H-alpha-Teleskopen konnten nicht nur die Sonnenfinsternis selbst, sondern auch die sogenannten Protuberanzen der Sonne bestaunt werden – Materieausbrüche am Sonnenrand, die als leuchtende Bögen sichtbar wurden. Informationstafeln erläuterten zusätzlich die Hintergründe des astronomischen Geschehens.
Die Sternfreund*innen Münster – von denen es noch viel mehr im Verein gibt.Der Astronomietag ist eine bundesweite Aktion, die seit 2003 jährlich von der Vereinigung der Sternfreunde organisiert wird. Ziel des Tages ist es, die Astronomie einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen. Bundesweit öffnen Sternwarten, Planetarien und astronomische Vereine ihre Türen und laden zu Beobachtungen, Vorträgen und Mitmach-Aktionen ein. Das Datum wird häufig so gewählt, dass es mit einem besonderen Himmelsereignis zusammenfällt – in diesem Jahr mit der partiellen Sonnenfinsternis.
Das Wichtigste bei der Beobachtung der Sonne: Professioneller Schutz der Augen!
Stephans Refraktor mit Folienfilter.
Nina beaufsichtigt einen Lunt LS60 auf einer SP-DX.
Lena und Reinhard.
Christiane mit ihrem 130er Newton.
Ewald findet den Fehler, Du auch?
Jochen…
Tobias findet …
die Sonne.
Nina…
Dorlies…
Sternfreund*innen…
Antje
Sentruper Höhe…
(Michael Dütting)