Johann Titius (1729-1796) und Johann Elert Bode (1747-1826) stellten
eine Formel auf, die die Abstände der Planeten zur Sonne
in Astronomischen Einheiten (1AE = 150 Mill. km) recht genau wiedergab.
Die Formel lautet: E=a+ b × 2n
Wobei E dabei die Entfernung bedeutet , a = 0,4 und b = 0,3 und
für n ist die Zahlenfolge - , 0, 1, 2, 3 .. für die
Planeten, beginnend mit Merkur, Venus usw. einzusetzen und da
war eben die besagte Lücke bei n=3 aufgetaucht.
Heute sind 559.757 Asteroiden bekannt (August 2011). Ceres
als größter Planetoid hat etwa 950 km Durchmesser.
Neben den größten Asteroiden Ceres, Pallas (entdeckt
von Wilhelm H. Olbers in Bremen im Jahre 1802), Juno, entdeckt
von Karl Ludwig Harding aus Lilienthal 1804, und Vesta, wieder
von Olbers gefunden im Jahre 1807, schätzt man, dass rund
50000 Asteroiden mit Durchmessern größer als ein Kilometer
existieren. Man spricht deshalb von einem Asteroidengürtel.
In der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember 2021 passierte der Asteroid Nr. 1809 (Prometheus) aus der Perspektive des irdischen Beobachters den Gasnebel IC 443 (Quallennebel) im Sternbild Zwillinge. Zum Zeitpunkt der beiden Aufnahmen (rote Markierungen) hatte er eine Entfernung von etwa 312 Mio. Kilometern und eine Helligkeit von 16.2 Größenklassen. IC 443 ist der Überrest einer Supernova in etwa 5000 Lichtjahren Entfernung.
Prometheus ist ein Asteroid des Hauptgürtels, der am 24. September 1960 vom niederländischen Forscherteam Cornelis Johannes van Houten, Ingrid van Houten-Groeneveld und Tom Gehrels im Rahmen des Palomar-Leiden-Surveys entdeckt wurde. Der Name ist von dem mythologischen griechischen Titanen Prometheus abgeleitet. Seine Größe wird auf 14 bis 20 Kilometer geschätzt, für einen Sonnenumlauf benötigt er 5 Jahre. Der Asteroid ist Mitglied der Koronis-Familie, einer Gruppe von Asteroiden, die nach (158) Koronis benannt ist.
Die durchschnittliche Dichte der Asteroiden liegt bei 3 g / cm3. Die Gesamtmasse aller Asteroiden ist kleiner als 0,1 Erdmassen.
Die meisten Asteroiden haben Bahnen mit großen Halbachsen
zwischen 2,2 und 3,5 AE und somit Umlaufzeiten von drei bis sechs
Jahren. Ihre Bahnen sind dabei stärker zur Ekliptik geneigt
als die der großen Planeten. So hat Ceres 10,6 Grad
Bahnneigung, Pallas 34,8 Grad, Juno 13,0 Grad und Vesta 7,1 Grad.
Die ersten Asteroiden erhielten Namen aus der Mythologie. Nachdem
alle derartigen Namen vergeben waren, wurden den neuentdeckten
Kleinkörpern Vornamen von Frauen, Städte, Länder
und Landschaftsnamen und sonstige Bezeichnungen zugeordnet. In
jüngster Zeit hat es sich eingebürgert, Asteroiden auch
nach noch lebenden Astronomen und Sternfreunden zu benennen.
(486958) Arrokoth, Aufnahme:NASA
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