Sternfreunde-Blog
25.10.2024: Open Observatory unter dunklem Himmel
Der Himmel über unserer Sternwarte präsentierte sich dunkel und sternenklar; die Lichtglocke in Richtung Münster schien weniger hell als gewohnt, so dass Sterne knapp schwächer als etwa 6 Größenklasse mit dem bloßen Auge gesehen werden konnten.
Ab 20 Uhr beobachteten wir an diesem Abend einige bekannte und weniger bekannte Objekte des Herbstes und scheidenden Sommers mit unserem 12 Zoll Teleskop.
Auch Saturn und Jupiter haben wir Fünf (Nina, Lena, Leon, Rainer und Michael) nicht ausgelassen und parallel zur visuellen Beobachtung begeisterte uns vor allem die Möglichkeit, mit einer CMOS-Kamera die beiden großen Planeten aufzunehmen. Die Luftunruhe spielte zwar nicht mit, was besonders an Saturn und seiner tiefen Stellung über dem Horizont zu merken war. Eine kleine Entschädigung gab es aber bei Jupiter, denn nach dem Stacken stellte sich heraus, dass genau zum Aufnahmezeitpunkt der Schatten seines Mondes Io sichtbar wurde.
Die „Electronically Assisted Astronomy” (EAA) feierte dann Dank der hohen Genauigkeit der Teleskopmontierung Premiere in der Sternwarte. Diese ist in der Lage, Himmelsobjekte präzise auf dem kleinen Sensor zu positionieren und ohne zusätzliches Guiding während der Belichtung fehlerfrei nachzuführen. Der 1/8” Sony-Chip (IMX678) der Kamera arbeitet mit der Back-Site-Illumination Technologie (BSI) und so reicht die Empfindlichkeit auch für Deep Sky Objekte.
Von den hellen Standardkerzen (Messier-Objekten) über NGC-Sternhaufen und Nebel bis zu lichtschwachen Galaxien – z. B. Stephans Quintett – haben wir bis 1:30 Uhr vieles sehen können, ohne dass der Abend zu einem „Abgrasen” von Objekten ausartete.
Die einzelnen Bilder wurden bis zu 20 Sekunden belichtet und jeweils bis zu 30 mit der Software ASI-Studio live gestackt: Also länger gemeinsam betrachtet und besprochen, als bei so manchem Blick durch ein Okular. Eine Auswahl unserer Ergebnisse ist unten in der Liste dokumentiert, alle Daten sind unbearbeitet (Klicken zum Vergrößern).
(Michael Dütting)
18.-19.10.2024: 25 Jahre Astroseminar - Astronomietag 2024
In diesem Jahr fiel der VdS-Astronomietag zeitlich mit dem Astroseminar der Universität Münster zusammen. Was lag für uns näher, als die Aktivitäten für beide Veranstaltungen zu verbinden. Unser Vorschlag, zusätzlich zu unserem Sternfreunde-Infostand auf dem Außengelände eine Beobachtung der Sonne im Weiß– und H-Alpha Licht anzubieten, kam beim UNI-Organisationsteam gut an. Die Live-Beobachtung von Sonnenflecken und Protuberanzen war allerdings wegen Aufzug von Bewölkung nur zu Veranstaltungsbeginn am ersten Tag möglich. Im Astroseminar-Jubiläumsjahr gab es an beiden Tagen ein volles Programm an Vorträgen und Laborbesichtigungsmöglichkeiten.
Als Seminar-Highlight erwies sich mit mehr als 1000 Besuchern der Vortrag von Professor Lesch zu Schwarzen Löchern. Das bedeutete für uns an unserem im Zugangsbereich zu den Hörsälen platzierten Infostand nochmals eine regelrechte Welle von Interessenten. Zahlreiche Fragen zu den Aktivitätsfeldern unseres Vereins, wie Einsteigerseminare, ÖBs, Lichtverschmutzung etc. konnten Dorlies, Christina, Michael und ich beantworten. Zwei intensive Tage für das Standteam, die sich für den Sternfreunde Münster e.V. gelohnt haben.
(Fotos: Michael Dütting, Detlef Heuser)
(Martin Vogel)
11.10.2024: Himmelsführung auf der Sentruper Höhe
Mit festen Terminen für die Beobachtung des Sternenhimmels ist es ja meistens so, dass das westfälische Wetter den Blick so müd werden lässt, dass man nur noch Nebel sieht.
Aber manchmal schieben sich die Wolken beiseite – so geschehen im Oktober bei zunehmenden Mond.Mit vier Teleskopen und einem smarten Seestar S50 postierten sich Martin, Detlef, Rainer, Stephan und Michael auf der Sentruper Höhe zwischen Kirchturmhügel und Mühlenhof, um den Münsteranern die Sterne live zu zeigen. Rund 50 Interessierte erlebten eine Reise zu den Kratern des Mondes und sahen zum ersten Mal die Ringe des Saturn im Fernrohr.

(Fotos: Detlef Heuser)
(Michael Dütting)




























